Freitag, 27. April 2007

Omaha Teil 2

So, lange Zeit nicht's mehr geschrieben setze ich mich heute mal wieder an den Tisch. Der Karneval holt mich ein und das durchgängig schöne Wetter lädt auch nicht gerade zum Schreiben ein.

Nun gut. Auf jeden fall muss ich noch eine Sache los werden. Vor einer Woche hatte ich die Möglichkeit, mit meinem Kumpel Volker ein Liveturnier zu spielen, hatte aber nicht die richtige Lust, weil am nächsten Tag der Wecker früh klingelt.

Also entschloss ich mich zu einem Onlineturnier, ausnahmsweise einmal Omaha mit Rebay, obwohl ich ja Rebay hasse. Ich nehme aber die Gelegnehit wahr, auch diese Variante in mich auf zu nehmen und mehr darüber zu lernen, frei nach dem Motto Learning by doing.

Was soll ich euch sagen, ich bekam an dem Abend Blätter, ich konnte es fast nicht glauben. Mein Stapel an Chips wuchs und wuchs. Muss auch noch dazu sagen, dass ich mich möglichst aus allen Kämpfen heraus gehalten habe und nur mit wirklichen Monsterhänden spielte und das sollte sich auszahlen.

Nach zwei Stunden saß ich am Finaltable, war also schon im Geld. Auch dort schaute ich zu, wie sich einer nach dem anderen verabschiedete. Mich erwischte es dann etwas unglücklich auf Platz 4, das Ausscheiden wurde aber durch 87 $ versüßt. ;-)

Das veranlasste mich dazu, Volker eine Mail mit dem Ergebnis zu senden und am nächsten Morgen las ich seine Antwort: Es haben bestimmt 15 Mann um mich herum gestanden die sagten, was ich doch für ein Pech gehabt hätte. Erspar mir bitte die näheren Einzelheiten, ich bin immer noch fertig.

Zwei Tage später erfuhr ich dann von seinem Pech und wie er aus dem Turnier flog. Soll noch einer sagen, dass es nur im Onlinepoker starke Bad Beats gäbe, die gibt es auch live, und das habe ich selbst schon erlebt.

Fortsetzung folgt (der Garten ruft)...

Mittwoch, 18. April 2007

Omaha und Omaha high/low

Da ich die letzten Tage, bedingt durch das schöne Wetter, wenig Zeit hatte zum Pokern, habe ich abends lediglich mal für 30 - 40 Minuten gespielt. Dabei versuche ich nun mehr und mehr, hinter die Geheimnisse von Omaha high/low zu kommen. Das ist garncicht so einfach wie es sich vielleicht anhört. Das besondere bei dieser Pokervariante ist, dass nicht nur das höchste Blatt, sondern auch die niedrigste Hand gewinnt. Glaubt mir, anfangs habe ich richtig Lehrgeld bezahlt. Ich kann mich eigentlich gut in neue Dinge einlesen und das habe ich auch hier gemacht. Doch lesen und verstehen und spielen und verstehen sind zwei grundverschiedene Sachen.

Waren die Regeln beim Lesen noch relativ verständlich, so ist es beim Online-Spiel doch alles Makulatur. Das Spiel ist relativ schnell vorbei und die Karten sind weg ohne das man die Chance hat, das Blatt zu studieren. Hier hilft dann nur im Nachhinein die Handhistory.

Bevor man aber mit O h/l anfängt, muss man unbedingt die Regeln von Omaha kennen. Es gibt einen grundsätzlichen Unterschied zum populäreren und bei uns bekannteren Pokervariante Texas Hold'em. Er besteht nämlich darin dass man zu Beginn 4 statt 2 Karten verdeckt erhält und von diesen 4 Karten müssen zwei zum Gewinnerblatt beitragen, aber auch nur diese zwei und keine drei oder vier. Das ist am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig und man vergisst das in der Hecktik des Spiels ganz schnell.

Deshalb werde ich nachfolgend etwas über die Strategie von Omaha schreiben um später auf O h/l zurückzukommen. Wie es aussieht wird das aber dann in mehreren Etappen und in lockerer Reihenfolge geschehen.

Wie sehen denn nun gute Startblätter in O aus? Nun, in einem Longhand Omaha Spiel gibt es keine dominanten Startblätter. Man kann zwei Asse und zwei Könige bekommen und man ist auf Wolke sieben. Das kann sich aber schnell ändern wenn man trotzdem noch damit verliert (aber das passiert in Holdem ja auch ;-) ) Mit diesen Händen kann man nämlich trotzdem noch sehr leicht verlieren. vermeiden sollte man auf jeden Fall, sichmit jedem Blatt den Flop anzuschauen. Ein gepflegtes Preflopspiel ist auch hier nötig, hilfreich und Gewinnbringend. Ziel muss es immer sein, die Nuts zu bekommen. Das ist bei vier Karten, die die Gegenspieler ja auf der Hand halten gar nicht so einfach. Viele Karten sind draussen und viele Kombinationen möglich. Schon der Ansatz einer Strasse auf dem Flop kann gefährlich werden udn drei karten einer Farbe auf dem Tisch deuten meisten auf einen Flash hin. Dann sollte man eigentlich direkt aus der Hand gehen, wenn man sebst nicht mitbieten kann. Bei Strasse und Flush ist es dann aber auch noch wichtig, die beste Hand zu haben, nämlich mit dem As und nicht mit dem König. Ganz schön kompliziert.

Preflop erhöhe ich eigentlich selten und wirklich nur, wenn ich sehr gute Blätter habe wie z. B. AAKJ, möglichst jeweils suitet. Ansonsten vertreibt man schnell die Spieler und man hat zudem noch die Möglichkeit, billig aus dem Pott zu kommen, wenn man am Flop wirklich nichts trifft.

(Fortsetzung folgt)

PS. Gestern abend während der Omaha h/l- Session 15 $ verloren, weil ich auch doof gespielt habe, dafür aber 10-er SnG mit 5$ Einsatz gewonnen, waren 25$ für mich und dadurch mit Gewinn aus der Session gegangen.

Mittwoch, 11. April 2007

Anna Kurnikowa-das unendliche Leid

Ja, ja, die Anna, das unbekannte Wesen. Wie oft hat sie schon den Sieg eingefahren, aber genau so oft das Turnier in den Sand gesetzt. Die Frau, das unbekannte Wesen.

Gestern bei Celeb mein Lieblingsturnier gespielt, das 5$ um 19.00 Uhr. Wie immer in der letzten Zeit hatte die BossMedia-Software wieder ihre Aussetzer und es ging minutenlang rein gar nichts. Nur die Zeit lief und die Blinds stiegen. Ist einfach ärgerlich, vor allem bei hohen Blinds, die dann auch noch steigen.

Na, ja, was solls. Wie immer knapp 300 Teilnehmer (286) und ihc schaffte es nach gut zwei Stunden ins Geld (heißt ITM-in the money), 30 Plätze wurden bezahlt. Mein Stack sah auch eigentlich gut aus, ich konnte ihn durch ein gewonnenes AllInn gegen zwei Gegner auf knapp 20.000 steigern.

Ich nahm mir vor ruhig weiter zu spielen, und zuzusehen, wie sich die anderen gegenseitig raushauten. Die Blinds waren mittlerweile auf 1600$ und es wurde langsam unruhig am Tisch.

Dann kam sie, die Anna, herrlich anzusehen in Kreuz und Position auf die anderen. Wer nicht weiß, wer Anna Kurnikowa im Pokern ist, es handelt sich um AK. Ich hatte sie auch noch suitet, d. h. in der gleichen Farbe. Jubel, der sich eine Minute später in Enttäuschung nieder schlug, denn mein Gegner traf auf dem Flop und ich eben nicht. Da mein Gegner nicht die Größe meines Stacks hatte blieben mir noch ungefähr 9000 $ übrig. der Gedanke war nur, auf Monsterkarten zu warten und nichts zu riskieren.

Es kommt die nächste Hand und was soll ich euch sagen wer kommt??? Die Anna in ihrer ganzen herzlichen Schönheit. Mir blieb die Luft weg. Obwohl die Karte ja kein Sieggarant ist, da dich jedes Pair schlägt ist es ein Monster, vor allem wenn es, wie ich es hatte, suitet ist, hier in Herz.

Für mich gab es keine Überlegung mehr, All or Nothing dachte ich mir, wenn es schief geht bist du eben heute mal früh im Bett.

Na, ja, schön warm war es dort und der Film, der im Fernseher lief, wollte ich mir sowieso anschauen. ;-)

PS. Er hatte TT in der Hand und ich traf nicht's.

Dienstag, 10. April 2007

Ein langes Wochenende mit Live-Pokerturnier.

Tja, ein langes Wochenende stand vor der Tür, Ostern und vier Tage frei (Jubel).

Da ich im März bei Pokerstar2007 ein Liveturnier gespielt habe (mein erstes) und da ein Freiticket für eines der nächsten Turniere ergattern konnte, stand am Karfreitag das nächste Liveturnier an. Gemeinsam mit meinem Freund Volker zum Turnier angemeldet und auch meinen Sohnemann noch heiß gemacht. Also hiess es auf nach Poll in eine Disco, die uns an dem Tag wegen Karfreitag (stiller Feiertag) ausschliesslich für das Pokern zur Verfügung stand. Es war, gegenüber dem Gigacenter am Kölner Rudolfplatz, in dem einem die Spielgeräte und der Fernseher mit dem Sportblock in die Ohren knallte, doch eine sehr ruhige Location mit vielen Parkplätzen.
Da wir uns vorher schon Online angemeldet hatten konnten wir den ersten Tisch für 10€ spielen.
Also, Karte gezogen zur Platzwahl und ran an den Tisch. Das Turnier hatte schon um 17.00 Uhr begonnen, ich war selbst aber erst um 19.00 Uhr da. Was für ein Gefühl und Herzbibbern, wenn man am Tisch sitzt und die Chips, schön schwer, in den Händen hält. 1500$ Startchips gab es, 2 x 500, 4 x 100 und 4 x 25. Warum hingen meine Augen nur immer an den 1000er Chips fest??? Sie lächelten mich an und wollten zu mir, doch dafür musste erst gespielt werden.
Wie immer im Turnier lasse ich es ruhiger angehen (hört sich an als hätte ich schon hunderte Liveturniere gespielt, ist aber erst mein zweites und ich meinte auch mehr die Online-Turniere). Hier kommt mir wohl meine Erfahrung in den Onlineturnieren zu Gute. Keine Startkarten, kein Spiel, dafür sind, auch am Anfang die Blinds einfach zu hoch. Blindsgrößen bei einer Steigerung alle 10 Minuten sind 25/50, 50/100, 100/200, 200/400, 400/800, 800/1600, 1600/3200. das ist schon Hammerhart und lässt das Pokern zum Glücksspiel ausarten.
Vorneweg gesagt bekam Volker an diesem Abend, auch an den anderen Tischen, überhaupt keine Karten, da machst du nichts.
Also, ich schaute mir, da ich am Anfang nicht unbdingt gute Startkarten bekam, die Spielweise der anderen an. Neben mir ein etwa 18 Jähriger in ner Schlabberhose, für den die Welt nach seinen Sprüchen nur aus Pokern bestand und die große Ahnung hatte. Wie krank kann man in dem Alter doch schon sein. Dann die Düsseldorfer Fraktion, eine Gruppe von mehreren Freunden, für die alles nur Fun war und die ndas Ergebnis eigentlich gar nicht interessierte. Jedenfalls hatte ich den Eindruck bei dem ein oder anderen, da ihm das Simsen mit dem Handy wichtiger erschien als das Spiel. Eigentlich ein Fall für den Dealer.
Das Hauen und Stechen am Tisch hatte begonnen und insgeheim freute ich mich, dass die Mitspieler sich nach und nach aus dem Turnier warfen. Langsam aber sicher stieg mein Stack, da ich ruhig spielte und nur weiter setzte, wenn ich den Flop auch getroffen- bzw. wenn ich Toppair hatte.
Einer nach dem anderen schaute sich das Spiel von außen an, eigentlich blieb ich ruhig und gelassen. Was konnte mir auch passieren? Die 10€ Startgebühr waren bezahlt, ich spielte, für meine Verhältnisse und nach meiner persönlichen Auffassung, gutes Pokern, was sich auch in meinem Stack wiederspiegelte, und die Mitspieler wurden weniger. Ziel war ja der Gewinn des Tisches um mich für das am gleichen Abend noch statt findende Finale zu qualifizieren.
Was soll ich euch sagen, plötzlich war ich im Heads-Up. Ging eigentlich relativ schnell, was bei der Blindstruktur eigentlich kein Wunder ist. Wenn du da nen Bluff versuchst und der geht schief, kannst du eigentlich schon einpacken. Das Heads-Up ging auch nur über ein Spiel, denn ich traf mit AK im Flop den König, hatte somit Toppair und ging sofort AllInn, Gegner callt mit weniger Chips, Turn und River brachten für beide keine Verbesserung und somit war für mich das Finale erreicht mit der Möglichkeit, den Recall zu erreichen und das Endziel, die Reise nach Las Vegas,nicht aus den Augen zu verlieren.

Nach einiger Zeit habe ich dann den zweiten Tisch gespielt, um mein Freiticket abzuspielen und der Beginn des Finales noch etwas dauerte. Diesen beendete ich dann als Dritter, da mein Gegenspieler bis zum River hinten lag, aber mit einem Straightdraw und diesen auch auf dem River traf. Peng, aber egal. Trotzdem hasse ich das Rivergelucke, wie ich es immer nenne, denke dann aber immer an die Momente zurück, in dennen ich selbst den River getroffen habe.

Das Finale begann dann schlussendlich um 0:40 Uhr und die Müdigkeit schlich in mir hoch. Also, die Anspannung ist doch sehr groß, wenn man dann am Tisch sitzt und es geht los. 3 Tische waren es insgesamt, von denen sich die zwei ersten qualifizierten. Glück hatte ich dahin gehend, dass an meinem Tisch 2 Mitspieler saßen, die sich schon für den Recall qualifiziert hatten. Das bedeutet, dass, wenn die zwei im Finale übrig blieben, Platz drei und vier automatisch für den Recall qualifiziert sind. Meine Karten ließen mir Anfangs überhaupt kein Spiel zu und mein Standartspruch war "fold". Es hieß ruhig bleiben. Einmal bekam ich ne spielbare Karte, die ich dann auf 500 Preflop raiste. Ein Mitspieler machte einen Reraise von 1500 und ich ging aus der Hand raus. Das war mir meine Karte nicht wert, bedeutete aber gleichzeitig, dass ich mir das nicht noch einmal erlauben konnte. Also war nur noch Limpen (Callen der Blindsohne Erhöhung) angesagt.
Nach einiger Zeit waren mit mir nur noch 4 Spieler übrig, wovon einer für den Recall qualifiziert war. Das hieß, wenn einer von den anderen drei jetzt raus flog waren die beiden anderen automatisch qualifiziert. Also hieß es ruhig bleiben. Mein Nebenmann, ziemlich jung aber sehr sympatisch, bekam überhaupt keine Hand und wenn, ließ er sich von den Erhöhungen zurück schrecken. Sein Stack sank nach und nach, was für ein Glück für mich. Im Finalspiel waren dann alle 4 AllInn und es kam zum großen Showdown, er hatte 100$ und ich 1300. Somit durfte er nicht gewinnen, dann hatte ich es geschafft.
Da ging aber der Pulsschlag doch erheblich nach oben kann ich euch sagen. Im Flop traf keiner was, er war auch nicht vorne. Ich dachte insgeheim, alles darf kommen nur kein Pair für ihn. Wie eigennützig, er war mir ja sympatisch. Turn kam...und nix für ihn; River kam... und wieder nichts für ihn. Ich war auch raus, aber das war mir im Moment egal, da ich mich als dritter mit der höheren Chipsanzahl qualifiziert hatte.

Jubel, Jubel.

Montag, 2. April 2007

Endphase im Turnier

Am Donnerstag, 9.3.2007 habe ich bei CD-Poker das 3000§ Freezout Turnier gespielt für 5$ Einsatz. Anfang war 19.20 Uhr. Habe bis zur ersten Pause nach einer Stunde meinen Stack gut ausgebaut und bin beruhigt in die zweite Stunde gegangen. Ich blieb konzentriert und habe auch nur wirklich gute Hände gespielt. Mein Fehler in der Vergangenheit war, dass ich zu viel Hände, bei denen ich nur zweiter oder noch schlechter war, gepusht habe und das auch über Turn und River.
Das funktioniert vieleicht am Anfang noch gut, je weiter das Turnier geht, muss man damit aber vorsichtig sein. So habe ich viele Turniere unnötigerweise vorzeitig beendet, weil ich einfach Shortstack war und gezwungen war, Action zu starten.

Nun, bei diesem Turnier weiter ruhig gespielt (gestartet sind so ungefähr 900 Spieler). Was ich auch vermieden habe, während des Spieles meine aktuelle Position zu ermitteln. Das habe ich bei diesem und den folgenden Turnier höchsten in einem Break gemacht. Das zwischenzeitliche Reinschauen lenkt nur ab vom eigentlichen Ziel, den Sieg oder wenigstens den Finaltable.

Auch nach der zweiten Pause stand ich gut da und mittlerweile waren nur noch zwei Tische übrig. Was soll ich euch sagen, bei uns ging so ziemlich die Post ab, das war ein Hauen und Stechen vom allerfeinsten. Da ich den anderen Tisch auf hatte konnte ich sehen, das die sich ihre Chips nur gemütlich hin und her schoben, da ist in mindestens 30 Minuten kein einziger vom Tisch gegangen. Hätte ich doch nur dort gesessen.

Bei uns waren nun noch acht übrig, da der andere Tisch noch voll war insgesamt also 18.
Jetzt die für mich drittletzte Hand, die mitentscheidend war für mein späteres Ausscheiden.


GAME #896599792: Texas Hold'em NL Tournament 2007-03-29 21:07:10
Table 56250577 (Tournament: $3000 GP Freezeout Buy-In: $5+$0.50)
Seat 1: momo1969 ($32,824.00 in chips) DEALER
Seat 3: dax59 ($57,646.00 in chips)
Seat 4: Chakki ($39,747.00 in chips)
Seat 5: Stelli ($29,142.50 in chips)
Seat 7: J3llyfish ($19,935.00 in chips)
Seat 8: Ericlucky ($42,188.50 in chips)
Seat 9: Diablow6 ($71,416.00 in chips)
Seat 10: madm4rk ($28,175.00 in chips)
dax59: Post SB $1,200.00
Chakki: Post BB $2,400.00
*** HOLE CARDS ***
Dealt to Stelli [SK H9]
Stelli: Raise $4,800.00
J3llyfish: Fold
Ericlucky: Fold
Diablow6: Fold
madm4rk: Fold
momo1969: Raise $7,200.00
dax59: Fold
Chakki: Raise $7,200.00
Stelli: Fold
momo1969: Call $2,400.00
*** FLOP *** [HK S9 CK]
Chakki: Allin $30,147.00
momo1969: Fold
*** SUMMARY ***
Total pot $55,347.00 Rake $0.00
Chakki: wins $55,347.00

Wie ihr seht, habe ich mit K9o geraist auf 4800$ (SB1200$, BB 2400$). Warum, weiss ich heute noch nicht, ist in dieser Position und bei der Action am Tisch eigentlich ein klarer Fold. nach dem Reraise habe ich dann auch kalte Füße bekommen und bin raus, eigentlich auch vernünftig. Dann kommt der Flop und mir verschlägt es die Sprache, war mein geflopptes FullHouse. *Ohmg* erst mal tief Luft geholt, aber es hat mich gewurmt ohne Ende, denn das wäre ein dicker Pott geworden.
Da ich mir gesagt habe, gefoldeten Karten nicht nachzutrauern, habe ich versucht, diesen Flop und das Spiel zu ignorieren, aber es ist mir wirklich irgendwie nicht gelungen. Puuh, das frisst. Wäre wahrscheinlich der sichere Finaltable gewesen.

Was solls. Dann kam das letzte Spiel, auch hier die Handhistory.

ME #896603705: Texas Hold'em NL Tournament 2007-03-29 21:09:42
Table 56250577 (Tournament: $3000 GP Freezeout Buy-In: $5+$0.50)
Seat 1: momo1969 ($23,224.00 in chips)
Seat 3: dax59 ($116,593.00 in chips)
Seat 5: Stelli ($21,942.50 in chips)
Seat 7: J3llyfish ($19,935.00 in chips)
Seat 8: Ericlucky ($39,788.50 in chips)
Seat 9: Diablow6 ($71,416.00 in chips)
Seat 10: madm4rk ($28,175.00 in chips)
Stelli: Post SB $1,200.00
J3llyfish: Post BB $2,400.00
*** HOLE CARDS ***
Dealt to dax59 [SJ CJ]
Dealt to Stelli [C5 H5]
Ericlucky: Fold
Diablow6: Fold
madm4rk: Fold
momo1969: Fold
dax59: Raise $4,800.00
Stelli: Raise $6,000.00
J3llyfish: Fold
dax59: Call $2,400.00

Warum habe ich hier gereraist? Einerseits, um eine starke Hand zu demonstrieren. Zweitens war der Raise von Dax jetzt nicht der Hammer. Drittens habe ich Dax nicht auf ein Pair gesetzt sondern auf Ax.

*** FLOP *** [C7 S10 S6]
Stelli: Allin $14,742.50
dax59: Call $14,742.50

Nach diesem Flop bin ich direkt AllInn und wurde sofort gecallt. Da war mir eigentlich klar, dass ich hinten liegen musste.

*** TURN *** [D7]
Noch ne kleine Hoffnung, dass er kein Pair hat.

*** RIVER *** [H4]

Hier auch noch eine kleine Hoffnung, da ausser der Zehn keine Overcard auf dem Board lag.

*** SUMMARY ***
Total pot $46,285.00 Rake $0.00
dax59: wins $46,285.00

Sein Pair J brachte ihm den Sieg und mir den 18. Platz und 28$.

Im Nachhinein betrachtet war der Reraise mit diesem Pair schon ein absoluter Fehler. Dann noch gegen diesen hohen Stack von ihm sowieso. In dieser Phase werde ich so schnell kein kleines Pair mehr so aggressiv spielen, das ist meine Erfahrung daraus. Hätte ich hier ruhig weiter gespielt und die 1200$ abgehakt, wäre sicher mehr drin gewesen. Im Nachhinein weiß ich aber, dass mich das gefloppte FH nicht ruhig weiter spielen ließ und ich daran immer noch zu knabbern hatte. Ich halte diese Erfahrung jedoch für wichtig und werde sie in den kommenden Turnieren versuchen zu berücksichtigen.

Wie ihr seht, ging dieses Turnier für mich über fast drei Stunden, also bei diesen Teilnehmerzahlen größer 800 viel Zeit einplanen.