Samstag, 3. Januar 2009

Lang, lang ist' her...

Mein Gott, anderthalb Jahre hat es gedauert bis ich wieder an meinem Blog schreibe. Eigentlich schäme ich mich dafür, aber es nützt ja nicht's. Einiges ist geschehen und wenn die innere Einstellung zum Schreiben nicht stimmtg kommt nicht's gescheite dabei heraus.

Ich versuche nun also wieder regelmässig Beiträge zu posten, schaun mer mal wie Franz Beckenbauer immer sagt.
Der zuletzt beschiebene Vorruhestand ist eingetreten, ein kaum beschreibliches Gefühl, vor allem in meinem Alter von Mitte fünfzig. Dass ich nun öfter zu Hause war ist ein Gerücht, genau das Gegenteil ist eingetreten. Leiten von Veranstaltungen, Aufbau der Gastronomie, Tourneeleitung usw. usw. Die Zeit für's Pokern wurde echt knapp. Ganz habe ich allerdings nicht davon gelassen. Nun mit einem Laptop und einer HotSpot-Flat habe ich auch unterwegs die Möglichkeit unterwegs zu pokern und das werde ich auch ausnutzen.

Die Bankroll ist mittlerweile in den vierstelligen unteren Bereich gestiegen und ich kann sagen, ich fühle mich echt gut dabei. Merke aber auch, dass mir noch viel Theorie fehlt, das versuche ich im neuen Jahr auszugleichen.

Spiele nun FL3/6 meistens auf Betmost oder MTT auf Stars, die haben einfach die besten Möglichkeiten. versuche mich langsam auch an NL100 heranzuarbeiten, ist aber sehr gewöhnungsbedürftig.

Ich halte euch auf dem laufenden.

In diesem Sinne hoffe ich, dass eure Vorsätze im neuen jahr in Erfüllung gehen.

GL

Montag, 13. August 2007

Sorry

Hallo zusammen,

die Berichte in diesem Blog lassen auf sich warten, dafür ein dickes sorry. Bedingt durch meinen Umzug ist Pokern im Moment, verständlicherweise, nicht angesagt.
Man glaubt ja nicht, was sich in 30 Jahren in einer Wohnung so alles ansammelt, unglaublich. Wenn man sich dann verkleinert, wohnungsmäßig, ist die Frage groß, von was ich mich trenne. Von diesem oder jenem Stück? Ach, kann ich vielleicht noch mal gebrauchen.
Ist nicht, alles muss raus, frei nach der Werbung.

Dann das Einrichten der neuen Wohnung, unglaublich. Ich gehe echt am Stock und an Pokern ist überhaupt nicht zu denken. Zumal die Telekom den Anschluss noch garnicht umgestellt hat. Werde heute mal Dampf machen.

Also bitte geduldet euch, sobald ich wieder aktiv bin und die neue Wohnung soweit hergestellt ist, dass ich ohne schlechtes Gewissen meiner besseren Hälfte gegenüber wieder einige Stunden pokern kann werde ich euch weiter berichten. Allerdings stehen ab Ende August vier Wochen spanien auf dem Programm ohne Pokern.

Wird also sicher Ende September werden, dann allerdings als Vorruheständler mit viel Zeit zum Pokern, vor allem Nachts, wo die dicken Turniere laufen.

Bis dahin machts gut

euer Stelli

Dann

Montag, 30. Juli 2007

4. Platz beim Western Poker Event

Hallo zusammen,

wegen leichter Computerproblemen beim Hochladen des Artikels nun der dritte Anlauf, diesen hier fertig zu stellen. Schreibe ihn jetzt einfach in Word vor und kopiere ihn in den Blog.

Die Renovierung der neuen Wohnung geht voran, trotzdem möchte ich es nicht versäumen, euch auf dem laufenden zu halten.
Am Wochenende fand im Rahmen des Rodeo- und Westernwochenende auf der Galopprennbahn ein großes Pokerevent der GPPA statt.

Natürlich hatte auch ich mich dafür angemeldet und zwar für Samstag und Sonntag. nachdem ich aber am Samstag in der neuen Wohnung gestrichen hatte und auch die Einladung einer Geburtstagsfeier vorlag entschloss ich mich, den Samstag sausen zu lassen. ih war einfach zu kaputt, und da macht auch Pokern keinen Spass.

Also ging es am Sonntag gegen 17.00 Uhr auf die Rennbahn und meldete mich dort direkt zum Finale an, da ich ja noch eine Option aus einem vorherigen Turnier aus dem Flanagans in der Tasche hatte.

Einen Tisch konnte ich noch spielen, dort hatte ich aber kein Kartenglück und ich schied als sechster aus.

Gegen 19.00 Uhr begann dann das Finale und als Hauptpreis winkte eine Woche Las Vegas für zwei Personen. Es hatte sich die Rekordteilnehmerzahl von sage und schreibe 88 Teilnehmern qualifiziert. Ein großer organisatorischer Aufwand, der aber vom Veranstalter bravourös gemeistert wurde. Für diejenigen, die nicht über die Regeln eines solchen Turniers Bescheid wissen hier ein kurzer Überblick.

Qualifiziert hatten sich die jeweiligen Sieger der einzelnen Tische (je 10 Spieler), einige Optionen sowie einige zweite Plätze (ich glaube für zweimal zweiter oder dreimal dritter bekam man auch eine Finaloption). Dann werden die Tische gleichmässig aufgeteilt, jeder Spieler bekommt 3000 Startchips und die Blinds steigen alle 12 Minuten. Die Balance an den Tischen wird immer möglichst gleich gehalten, sodass der ein oder andere Spieler während des Turniers schon einmal seinen Tisch wechseln muss.

So starteten wir mit insgesamt neuen Tischen unds es dauerte wahrscheinlich nur zwei, drei Minuten, bis das erste „Seat open“ durch den Raum schallte, also der erste Spieler seine Chips verloren hatte.

Am ersten Tisch bekam ich keine spielbaren Karten. Das machte mir aber nichts, da ich solch ein Turnier sowieso immer ruhig beginne und nur wirklich starke Hände spiele. Ich lasse lieber die anderen untereinander sich eliminieren.
Am zweiten Tisch änderte sich das Kartenglück aber schlagartig. Die Hände, die spielbar waren und die ich spielte gingen durch, wenn ich Preflop auch zurück lag, so brachte mir doch meistens das Board den Sieg.

Nach ca. zwei Stunden hatte ich das notwendige Glück gehabt, als Chipleader den Finaltisch zu erreichen mit etwa 56Tausend Chips. Eigentlich gehe ich lieber als Avarage an solch einen FT, ist einfach eine Gefühlssache da ich weiß, da der Chipleader auch selten den FT gewinnt.

So war es eigentlich auch bei mir. Bekam einfach keine spielbaren Hände mehr um den nötigen Druck auszuüben. Eine Hand die ich spielte hat mir dann, im Nachhinein gesehen, das Genick gebrochen.

A9s, sechs oder sieben Mann noch am Tisch, ich in Cot off, Blinds 1500/3000. Ich raise auf 20000, das vom Button gereraist wird mit AllInn und ca. 60 Tausend Chips. Dafür war mir die Hand allerdings einfach nicht stark genug und ich foldete. Im Nachhinein betrachtet hätte ich nur callen sollen, dann hätte ich viel billiger folden können. Aber nachher ist man immer schlauer, aber ich habe auf jeden Fall wieder etwas gelernt.

So merke ich im Spiel auch meine Online gespielten Turniere, von wo ich mir beim Livepoker immer wieder diverse Situationen aufrufe um zu überlegen wie ich die ein oder andere Hand jetzt spiele. Ich achte auch viel mehr auf die Position von mir, was eminent wichtig ist.

Habe es aber noch bis zum vierten Platz geschafft, was mir einen DVD-Recorder und eine weitere Finaloption einbrachte sowie einen schönen Pokal. Habe mich auf jeden Fall sehr darüber gefreut. Immerhin habe ich ja 84 Spieler hinter mir gelassen.

Das Heads Up war dann auch ziemlich schnell zu Ende, wo sich der Sieger auf dem River seine fehlende Karte zur Strasse erspielte. Ich hätte nicht in der Haut des zweiten stecken mögen, du bist bis zum Turn noch in Las Vegas um die Reise dann am River mit dem König noch zu verlieren. Einfach krass. Doch Glückwunsch anden Sieger. Wer ein solches Turnier gewinnt hat nicht nur die zugehörige Portion Glück gehabt sondern muss ja auch noch etwas Poker spielen können.

In diesem Sinne
Allzeit gute Karten, nur nicht gegen mich.

Walter

Montag, 23. Juli 2007

Rauf und runter

So liebe Freunde, heute wieder mal etwas persönliches über meine Spiele am Wochenende.
Leider bin ich im Renovierungsstreß und im August steht der Umzug an. Ihr könnt euch sicher denken, dass dieses nicht gerade förderlich ist, erfolgreich Poker zu spielen. Wenn ich den ganzen Tag arbeiten war und nachmittags noch die neue Wohnung renoviere komme ich ziemlich kaputt nach Hause. Wenn man dann trotzdem noch pokern möchte ist es mit das schlimmste, was man machen kann. Man ist kaputt, müde, möchte eigentlich in's Bett oder nur relaxen und setzt sich dann doch an den Tisch um zu spielen.
Genau das ist es aber, was man NICHT machen sollte. Wenn ihr eine solche Session gemacht habt unter solchen oder ähnlichen Verhältnissen, analysiert die Blätter und euer Spiel. Ihr könnt definitiv nicht konzentriert und korrekt spielen, alles ist euch zuviel und wenn ihr dann noch einen Bad Beat kassiert wird es ganz schlimm. Ihr flucht auf Gott und die Welt, verflucht den Gewinner und fragt euch, wie man mit solch einer Hand überhaupt mitgehen kann. Dann zweifelt ihr an euerem Pokerverstand.

Merkt ihr, wie ihr in solch einer Situation spielt?

Ich für meinen Teil auf jeden Fall und ich kann aus Erfahrung sagen, dass ich mein erfolgreichstes Poker gespielt habe, wenn ich ausgeglichen und ruhig und ohne Zeitdruck an den(die) Tisch(e) gegangen bin. Das merke ich ganz extrem in Turnieren, da ich dann ruhig und sachlich meine Hand ausrechne und mich frage, ob sich ein Bet oder ein Call lohnt.

Aber auch in solchen Situationen frage ich mich ehrlich, wie man in dem Level, welches ich spiele (FL1/2, Short- oder Fullhand) diese Moves machen kann. Da werden Blätter runter gecallt, obwohl geraist wurde und As und König auf dem Tisch liegen. Man o man, ich bin ja froh über diese Moves wenn ich sie denn gewinne. Haben diese Spieler aber auch noch das Glück, mit dem River ihren zwei outer zu bekommen, verstehe ich die Welt nicht mehr und es tröstet mich nur, dass diese Spieler auf lange Sicht ihr Geld verlieren.

Gestern z. B. callt jemand einen 3-Bet-raise mit 89 off suitet (wie gesagt im FL1/2) und trifft auf dem River die Strasse gegen Trips.

Naja, trotz all dem Stress habe ich das Wochenende plus minus null abgeschlossen, obwohl ich in einer Hand mit FullHouse gegen Quads 6 gelaufen bin, was richtig teuer wurde. Mal sehen, ob ich die Handhistory noch finde, dann poste ich sie mal hier rein.

In diesem Sinne
Allzeit gute Hände, nur nicht gegen mich.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Dänisches Gericht entscheidet pro Poker!

By : PokerOlymp Redaktion, Dienstag. 17. Juli 2007

Eine sehr interessante Meldung habe ich im Intérnet recherchiert, die ich euch nicht vorenthalten möchte und bilde sie mit Quellenangabe hier ab:

Eine Überraschung aus dem Dänischen Gerichtssaal wird sicherlich noch für viele Diskussionen sorgen, denn ein Bezirksgericht hat nun entschieden, dass Poker kein Glücksspiel ist. Deshalb ist es auch legal, Pokerturniere zu veranstalten.

Einen wahrlich überraschenden Ausgang nahm das Verfahren gegen den Pokerturnier-Veranstalter Frederik Hostrup. Von der Hotelorganisation Horesta war er angezeigt worden, da es sich bei Poker um ein Glückspiel handle und so seine Turniere gegen das Glückspielgesetz verstießen. Das Justizministerium hatte 2006 Poker als Glückspiel eingestuft.

Nun kam aber der Richter zur Überzeugung, dass bei einem Pokerspiel mehr Können und Wissen von Bedarf ist und es sich deshalb nicht um Glückspiel handle. Fredrik Hostrups Verteidigungsstrategie hatte offenbar Wirkung gezeigt. Sein Anwalt betonte mehrfach, wie groß der Pokerboom auch in Dänemark sei und von vielen Poker als Sport angesehen werde.

Auch wurde wieder ein Kriterium, welches bereits in vielen anderen Staaten immer wieder Angriffspunkt ist, hervorgekramt. Bei Poker bereichert sich niemand. Es gibt keine Bank, gegen die gespielt wird, sondern man spielt gegen einen anderen Spieler. Mit seinem Wissen und seinen Fähigkeiten kann man versuchen, Einfluss auf dessen Entscheidungen zu nehmen.

Diese Argumente werden auch in Österreich von den Cardrooms angegeben. Auch hier hat das Gericht schon vor Jahren dem Wiener Concord Card Casino Recht gegeben.
Das Urteil in der Causa Hostrup ist noch nicht rechtskräftig und viele zweifeln daran, dass es je Rechtsgültigkeit erreichen wird. Wenn doch, so wird es nicht nur bei den Dänen für viel Aufsehen sorgen.
Quelle: Pokerolymp.de

Im Internet recherchierbar unter:
- www.swiss-press.com
- www.pressemappe.ch
- www.help.ch

Pressekontakt:
Richard Honegger

Montag, 16. Juli 2007

Anna Kournikowa-oder wie stark ist AK

Wieder mal etwas Strategie.

ein hübsches Mädel ist die Anna, ein verdammt hübsches sogar (aber für meine Altersklasse nicht geeignet-oder doch?)

Genau so hübsch schaut es aus, wenn man AK auf die Hand bekommt. Was pocht das Herz und wie engagiert versucht man im Livepoker, seine Haltung zu bewahren, ist AK doch eine verdammt gute Starthand. Wenn man dann noch in der richtigen Position sitzt, man o man, der Pott gehört mir denkt man sich. Aber- nur nicht zu früh freuen.

Leicht vergisst man in der Euforie, dass jedes Paar, ob KK oder 22 stärker ist als diese Hand. Das beeinflusst dann die Spielweise. Auch ich selbst habe mich schon von dieser Euforie anstecken lassen und gesetzt bis zum Geht nicht mehr. Aber es ist falsch, gerade wenn man, wie ich, viele Turniere spielt. Hängt doch oft von deiner Spielweise das Weiterkommen im Turnier ab, und das nach teilweise mehreren Stunden pokern.

Wie wird es denn nun gespielt?

Nun, wie bei allen Fragen zur Spielweise ist zunächst einmal die Position wichtig. Hier ist der Button der beste Sitz, denn man beherrscht, ausser in der ersten Setzrunde, die Mitspieler. In dieser Position kann man auf jeden Fall die Action der Spieler vor sich aufnehmen und analysieren. Wie viele Spieler sind im Pott? Wie wurde geraist? Wurde gereraist? Das sind einige Fragen und man sollte sich darüber im klaren sein ob es sich lohnt, mit einer vermeintlich guten-aber nicht der besten-Starthand preflop AllInn zu gehen und das Turnier in Frage zu stellen. Wobei ich für mich davon ausgehe, dass es sich in den wenigsten Fällen lohnt, preflop AllInn zu gehen, ich mache das in der Regel höchstens mit AA, KK, QQ oder wenn ich shortstack bin und Position oder keine andere Wahl mehr habe auch mit AK.

Es ist ja durchaus so, dass man mit AK alle anderen unpair Karten beherrscht. Aber wie gesagt eben nur diese. Jedes Pair schlägt dich hier und es kommt oft genug vor, dass ein Paar, auf der Hand oder gefloppt, gegen AK gehalten hat.

Wat nu, sagt der Rheinländer. That's Poker sagt der Spieler.

Fortsetzung folgt...

Donnerstag, 12. Juli 2007

Hilfe für Screenshots

Da ich zur Abwechslung und zum Ausgleich mit dem Flugsimulator die Welt bereise (leider nicht in Live und wegen dem Pokern, wäre so gerne in Las Vegas) möchte ich euch ein Tool empfehlen, mit dem ihr Screenshots erstellen könnt. Geht auf die Seite der Europa Airways (handelt sich um eine virtuelle Fluggesellschaft, ihr würdet Staunen wenn ihr wüsstet, was in diesem Bereich alles vor sich geht)

http://www.europa-airways.de/Addons.htm

und ladet euch den Snapper runter.

Einfach installieren und fertig ist. Ladet ihn euch in Autostart, so ist er immer geöffnet und er erscheint unten links als Fotoapparat.

Wenn ihr einen Screenshot machen wollt, einfach die Drucktaste betätigen, das war's. Abspeichern könnt ihr alle Bilder später, auch Tage später, wenn ihr Zeit habt.

Ein sehr nützliches Tool.

In diesem Sinne allzeit gute Karten

Dienstag, 10. Juli 2007

Oh, diese Weltmeister

Ein Stöbern in diversen Foren zum Thema Pokern nehme ich zum Anlass, wieder einmal zu schreiben.
Teilweise sind es ja interessante Themen, die man liest, andererseits aber auch viel Schrott.

Da wird dann über die Pokernfänge gefragt und dann lese ich in einem Beitrag, dass der Schreiber auf NL10 spielt und jetzt wohl aufsteigt auf NL25. Er schreibt, dass er mit der Beste ist auf seinem Limit. Mann, o Mann, wenn ich so was lese geht mir der Hut hoch. Schon aus dem Schreibstil erkennt man das Alter des Spielers und das regt mich noch mehr auf.

Da schauen sie sich im DSF die Pokersendungen an, fühlen sich als Chris Moneymaker und fangen dann an, ihre eigene Million zu erspielen. Ohne Plan, ohne Theorie, einfach mal so. Dann haben sie eine Glückssträhne und machen etwas Geld, schon sehen sie sich in las Vegas am Tisch sitzen. Noch grün hinter den Ohren, Schule hinter sich und im Pokern das große Geld machen.

So sieht man die Volldonks (sorry) auch an den Livetischen spielen. Dann labern sie noch einen Müll, wie oft sie spielen und wie toll sie doch sind. Ziehen sich die Brille an, Kaputze über den Kopf und Lautsprecher an die Ohren gelegt. So sehen Sie denn aus wie ein Volltrottel und finden sich auch noch gut.

Ich persönlich würde mich so nie an einen Tisch setzen, aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden. Das höchste ist eine Kappe am Tisch, aber dann ist genug. Ich will zwar immer gewinnen, doch der Spass steht auch im Vordergrund, wenn es so nicht mehr ist höre ich auf zu spielen.

Mein Rat an die Jungspunte (soll nicht abwertend gemeint sein): Nehmt euch nicht die wenigen, die es nach oben geschafft haben zum Vorbild und meint, ihr könntet es so schaffen. Erfolg muss man sich hart erarbeiten, das notwendige Glück kommt von ganz alleine. Dabei immer Mensch bleiben und wissen, wo man her kommt. Daneben ist Bescheidenheit und Höflichkeit auch eine Tugend, die nicht zu unterschätzen ist.

Also, immer schön die Kirche im Dorf lassen, Pokern lernt man ein Leben lang und viele sind noch sehr jung.

Wir sehen uns auf jeden Fall an den Tischen.

Montag, 2. Juli 2007

Erster großer Sieg

Eigentlich hatte ich ja keine Zeit zum Pokern und da ich am Samstag einige Badbeats im Cashgame und im MTT kassiert habe wollte ich eine Pause machen.
Nun habe ich durch mein Spiel bei CD allerdings im wöchentlichen Leaderboard bei Pokerinside (da könnt ihr euch gerne über mich anmelden ;-) ) einen Token für ein 1000$ Freerollturnier gewonnen mit wenigen Teilnehmern, am Ende waren es glaube ich an die 90 !!!.

Nun, also ran an den Tisch und vorher etwas warm gespielt und um 20.00 Uhr ging es los.

Ich gehe die Turniere in der Regel relativ langsam an, denn am Ende muss man vorne sein und nicht am Anfang. Average Stack, also mittlerer Chipsstapel ist für mich das Ziel, dann ist man gut dabei.

Nun bekam ich allerdings am Anfang Karten, die ich nicht wegwerfen wollte uns so spielte ich sie. Allerdings nicht wie sonst aggressiv, sondern langsam und bedächtig. Es sollte sich auszahlen, denn nach und nach wuchs mein Stack. Das nachfolgende Bild zeigt die Situation kurz vor dem Finaltable (FT).


Weiter ging es und nach kurzer Zeit war das erste Ziel, der FT, erreicht. Denn erst ab dem FT war man im Geld. Die Situation gestaltete sich noch etwas besser denn als noch elf im Spiel waren kam es zum Showdown zwischen drei Spielern mit AllInn allerseits, wobei der Sieger direkt zwei Mann raus kegelte. So begann der FT mit 9 Spielern, was gleichzeitig die Erhöhung des Preisgeldes für jeden Teilnehmer bedeutete. Ärgerlich nur für den, der von den beiden rausgeflogenen den kleineren Stack hatte, denn der saß on the bubble, flog also als letzter vor den Geldrängen raus. So ist nun mal die Regel.


Wie ihr seht war ich mittlerweile Secondchipleader. Also weiter ruhig gespielt, ich musste ja keine Action machen, sondern konnte hier und da sogar mal die Blinds stehlen. Sehr schön in dieser Situation, denn je länger man am Tisch saß, desto höher war man in den Preisrängen und das verleitet manchen dazu zu vorsichtig zu werden. Da genügt ne anständige Beterhöhung und schwupps, ziehen sie sich zurück. (Kann aber auch schief gehen, nur zur Info).

Ich bekam wirklich gute Karten, das muss man sagen. Aber die wollen auch richtig gespielt werden und das ist eben der Strategiefaktor beim Pokern. Mit AK hat man zwar gute Karten, sollte aber immer bedenken, dass jedes Zweierpärchen stärker ist wenn es hält.

Einer nach dem anderen flog raus und zu drei Mann liegferten wir uns einen harten Kampf. Es ging wirklich rauuf und runter. Als der dritte weg war kam es zum HeadsUp. Ich ging mit etwa die Hälfte der Stacks in den Kampf, der etwa 25 Minuten dauerte. Auch hier ging es auf und ab. Durch ein sehr gutes Blatt konnte ich meinen Gegner auf 14000 Chips runterdrücken, nach kurzer Zeit war er aber wieder Middlestack, da ich keine Karten bekam, um seine AllInn's gegen zu halten.

Dann war es soweit, drei Hände genügten und ich hatte ihn!!! Heraus gekommen ist das:





Ein sehr erfolgreicher Sonntag, der meiner Bankroll sehr gut getan hat, stehe ich doch kurz vor dem Aufstieg im Limit auf 2/4$. Ich will mir damit aber trotzdem noch Zeit lassen. Erst will ich das aktuelle Limit 1/2$ richtig beherrschen. Da kann die Bankroll ruhig noch etwas anwachsen, das gibt dann die nötige Sicherheit, sollte es zu Badbeats kommen.

In diesem Sinne, bis zum nächsten mal...