Rauf und runter
So liebe Freunde, heute wieder mal etwas persönliches über meine Spiele am Wochenende.
Leider bin ich im Renovierungsstreß und im August steht der Umzug an. Ihr könnt euch sicher denken, dass dieses nicht gerade förderlich ist, erfolgreich Poker zu spielen. Wenn ich den ganzen Tag arbeiten war und nachmittags noch die neue Wohnung renoviere komme ich ziemlich kaputt nach Hause. Wenn man dann trotzdem noch pokern möchte ist es mit das schlimmste, was man machen kann. Man ist kaputt, müde, möchte eigentlich in's Bett oder nur relaxen und setzt sich dann doch an den Tisch um zu spielen.
Genau das ist es aber, was man NICHT machen sollte. Wenn ihr eine solche Session gemacht habt unter solchen oder ähnlichen Verhältnissen, analysiert die Blätter und euer Spiel. Ihr könnt definitiv nicht konzentriert und korrekt spielen, alles ist euch zuviel und wenn ihr dann noch einen Bad Beat kassiert wird es ganz schlimm. Ihr flucht auf Gott und die Welt, verflucht den Gewinner und fragt euch, wie man mit solch einer Hand überhaupt mitgehen kann. Dann zweifelt ihr an euerem Pokerverstand.
Merkt ihr, wie ihr in solch einer Situation spielt?
Ich für meinen Teil auf jeden Fall und ich kann aus Erfahrung sagen, dass ich mein erfolgreichstes Poker gespielt habe, wenn ich ausgeglichen und ruhig und ohne Zeitdruck an den(die) Tisch(e) gegangen bin. Das merke ich ganz extrem in Turnieren, da ich dann ruhig und sachlich meine Hand ausrechne und mich frage, ob sich ein Bet oder ein Call lohnt.
Aber auch in solchen Situationen frage ich mich ehrlich, wie man in dem Level, welches ich spiele (FL1/2, Short- oder Fullhand) diese Moves machen kann. Da werden Blätter runter gecallt, obwohl geraist wurde und As und König auf dem Tisch liegen. Man o man, ich bin ja froh über diese Moves wenn ich sie denn gewinne. Haben diese Spieler aber auch noch das Glück, mit dem River ihren zwei outer zu bekommen, verstehe ich die Welt nicht mehr und es tröstet mich nur, dass diese Spieler auf lange Sicht ihr Geld verlieren.
Gestern z. B. callt jemand einen 3-Bet-raise mit 89 off suitet (wie gesagt im FL1/2) und trifft auf dem River die Strasse gegen Trips.
Naja, trotz all dem Stress habe ich das Wochenende plus minus null abgeschlossen, obwohl ich in einer Hand mit FullHouse gegen Quads 6 gelaufen bin, was richtig teuer wurde. Mal sehen, ob ich die Handhistory noch finde, dann poste ich sie mal hier rein.
In diesem Sinne
Allzeit gute Hände, nur nicht gegen mich.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen